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Polnische Betreuungskraft: Was Familien wissen sollten

Entsendung, Selbstständigkeit, Anstellung: Welche Modelle es gibt, worauf Sie achten sollten und was eine gute Zusammenarbeit ausmacht.

Aktualisiert am 6 Min. Lesezeit

Betreuungskraft stellt frische Tulpen auf den EsstischAI modified

Viele Familien in Deutschland werden von Betreuungskräften aus Polen unterstützt. Das Modell ist bewährt – aber nicht jedes Angebot ist gleich gut und rechtlich sauber. Hier erfahren Sie, worauf es ankommt.

Welche Modelle gibt es?

Entsendung

Die Betreuungskraft ist bei einem Unternehmen in Polen angestellt und wird für einen begrenzten Zeitraum nach Deutschland entsendet. Sie bleibt in Polen sozialversichert, belegt durch die A1-Bescheinigung. Für die Arbeit in Deutschland gilt der deutsche Mindestlohn. So arbeitet caringhands24: Unsere Betreuungskräfte sind bei unserer Schwestergesellschaft caringhands24 work sp. z o.o. angestellt.

Selbstständige Betreuungskraft

Die Betreuungskraft arbeitet auf eigene Rechnung. Das Risiko: Arbeitet sie tatsächlich weisungsgebunden in einem einzigen Haushalt, kann eine Scheinselbstständigkeit vorliegen. Dann drohen der Familie Nachzahlungen von Sozialversicherungsbeiträgen.

Direkte Anstellung durch die Familie

Die Familie wird selbst Arbeitgeber – mit allen Pflichten: Anmeldung, Lohnabrechnung, Sozialversicherung, Urlaub, Ersatz bei Krankheit. Das ist legal, aber aufwendig.

Woran Sie ein seriöses Angebot erkennen

  • Klare Aussage, wer Arbeitgeber der Betreuungskraft ist.
  • A1-Bescheinigung bei Entsendung.
  • Realistische Aussagen zur Arbeitszeit – niemand kann 24 Stunden am Tag arbeiten.
  • Transparentes, schriftliches Angebot mit allen Kosten.
  • Ehrliche Grenzen: keine medizinische Behandlungspflege.
  • Erreichbare, feste Ansprechpartner in Deutschland.

Was eine Betreuungskraft übernimmt – und was nicht

Sie hilft bei der Grundpflege, im Haushalt, beim Kochen, begleitet zu Terminen und leistet Gesellschaft. Medikamentengabe, Spritzen oder Wundversorgung gehören nicht dazu – dafür ist ein ambulanter Pflegedienst zuständig.

Was im Alltag wichtig ist

  • Ein eigenes Zimmer als Rückzugsort, WLAN für den Kontakt zur Familie.
  • Feste Ruhezeiten und eine Arbeitszeit von höchstens 40 Stunden pro Woche.
  • Offene Absprachen zu Beginn: Gewohnheiten, Essen, Tagesablauf, Hausregeln.
  • Geduld in den ersten Tagen – Vertrauen wächst.

Wie gut ist das Deutsch?

Das ist sehr unterschiedlich. Bei caringhands24 unterscheiden wir vier Stufen – von „sehr gut“ bis „ausreichend“ – und Sie wählen, was für Ihre Familie wichtig ist. Bei Demenz empfehlen wir meist gute Deutschkenntnisse.

Dieser Beitrag gibt einen allgemeinen Überblick und ersetzt keine Rechtsberatung.

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